Re: (Nicht-)Übersetzung von Zeichenketten aus stable5 und trunk5
Philipp Kiemle
l10n.daphipz at fastmail.de
Thu Jan 15 18:16:02 GMT 2026
Guten Abend in die Runde,
> Lokalize unterstützt bis zu 2 Zweige!
Das ist interessant, wusste ich bisher nicht ;)
Ich sehe es so: Wir als i18n-de-Team sollten nicht eigenständig entscheiden, gewisse Zweige kategorisch nicht mehr zu unterstützen, solange sie noch in den Repos sind und "von oben" noch nicht offiziell das Ende der Unterstützung verkündet wurde – zumal die Websites in trunk5 liegen. Deshalb würde ich bis auf Weiteres beim bisherhigen Workflow mit klash und summit bleiben - so viel Mehrarbeit ist das in der Praxis nicht. Gut, vielleicht muss man hier und da bei Änderungen der Repo-Strukturen klash anpassen (siehe SVN-to-git-Migration), aber das passiert nicht alle Tage.
Da die 5er-Zweige wohl kaum noch Endnutzer erreichen werden, würde ich auch sagen, dass wir sie zweitrangig übersetzen sollten. Das meiste ist tatsächlich auch schon getan, nur die Webseiten ziehen diese Statistik runter: https://l10n.kde.org/stats/gui/trunk-kf5/team/de/
TLDR: Mein Vorschlag: So weitermachen wie bisher, keine großen Gedanken über kf5-Strings machen und wenn "von oben" das Ende der 5er-Zweige kommuniziert wird, diese nicht mehr übersetzen. Vermutlich landen sie ja dann sowieso nicht mehr im i18n-Repo.
LG
Philipp
Am Do, 15. Jan 2026, um 01:51, schrieb Oliver Schramm:
> Es gibt noch einzelne Anwendungen, die nur in trunk5 liegen – auch die
> Websites und die Dokumentation liegen ja nur dort vor. Aber die letzten
> Projekte werden nun nach und nach auf Qt6 portiert werden müssen, da Qt5
> jetzt seit Mai wirklich EoL ist. Krita z.B. macht aber ganz gute
> Fortschritte bei ihrem Qt6-Port.
>
> Aber es existieren auch noch Projekte mit beiden Zweigen.. spontan habe
> ich eben kded, krunner, kwallet und kio gesehen. Ich glaube nicht, dass
> es erforderlich ist, Projekte, die in beiden Zweigen vorliegen, auch für
> beide Zweige zu übersetzen. Ich weiß nicht, ob das beim „summit“ und
> „klash“ Prozess helfen würde? Oder muss dafür der gesamte trunk5 Zweig
> aufgelöst und alle verbleibenden Projekte nach trunk6 geschoben werden?
>
> Fakt ist, dass keine Patches für den 5er Zweig mehr übernommen werden.
> Als ich letztens einen trivialen Patch einreichen wollte, falls man sich
> irgendwann nochmal entscheiden sollte, einen allerletzten Frameworks
> 5.117-Release zu machen, wurde das einfach nicht beachtet. Das Interesse
> ist also sichtlich nicht vorhanden. Die verbleibenden Flatpaks, die noch
> mit KDE 5-Runtime laufen, sind auch alle noch auf der gleichen Basis wie
> vor einem oder zwei Jahren und sehen keine neuen Veröffentlichungen –
> nur Qt 5.15 LTS und die Freedesktops Runtime werden darin einmal im Jahr
> (!) aktualisiert. Beides aber externe Komponenten.
>
> LTS-Distros, die noch Plasma 5 haben, sollten wir nicht beachten. Wenn
> diese Distros Patches ausliefern müssen, dann machen sie die Patches
> selbst und werden sich nicht regelmäßig die Übersetzungs-Updates aus
> unseren Git-Repos ziehen. Das trifft wohlgemerkt aber auch auf jede
> Distro zu, die eine alte Plasma-Version ausliefert – auch Debian 13!
> (Plasma 6.3.6 bleibt da nun für zwei Jahre)
>
> Zuletzt will ich noch sagen: Wir bekommen kein Geld. LTS ist eine krasse
> Serviceleistung, die insbesondere Unternehmen zu Gute kommt. Wenn die
> bessere Übersetzungen in ihrer 5er-Version haben wollen, sollten sie
> diese Arbeit auch bezahlen. Die Enduser, die eine LTS-Version nutzen,
> tun das ansonsten im vollen Bewusstsein, dass sie nur noch
> Sicherheitsupdates erhalten und keine Usability-Bugs oder
> Übersetzungsfehler behoben werden. Daher möchte ich meine knappe Zeit
> auf die Version werfen, die 99,99 % der User zu Gesicht bekommen werden:
> die aktuelle Plasma-Version.
>
> Also sofern es bereits eine Arbeits- und Workflow-Erleichterung
> darstellt, wenn die Projekte, die in beiden Zweigen auftauchen, nicht
> mehr beachtet werden müssen, wäre das definitiv ’ne gute Sache!
>
> Liebe Grüße
> Oliver
>
> Am 14.01.26 um 20:44 schrieb Alexander Becker:
> > Guten Abend, liebes deutsches KDE-Übersetzungsteam!
> >
> > In einer Einreichung zum Korrekturlesen gab es einen Einwurf, dass man
> > die englischen Originale aus `stable5` (und folgerichtig auch aus
> > `trunk5`) nicht zu übersetzen braucht, siehe
> > https://phabricator.kde.org/D30781?id=85740#inline-182921
> >
> > Hier ist ein Analyseversuch und meine Meinung dazu:
> >
> > a) Würde es stimmen, dann bräuchte man kein `summit` mehr, man könnte
> > direkt beide verbleibende Zweige `stable6` und `trunk6` für die
> > Übersetzungen verwenden, Lokalize unterstützt bis zu 2 Zweige! So
> > würde man nicht nur `summit` einstampfen, sondern auch `klash`, da
> > kompletter PO-Summit-Ablauf nicht mehr benötigt wird. So hat man dann
> > auch in der Lokalize-Übersetzungsdatenbank keine (evtl. falsche)
> > Übersetzungen aus `stable5` und `trunk5`. Also viele Vorteile ;-)
> >
> > b) Ich denke jedoch, dass es so nicht stimmt. Es gibt bestimmt noch
> > Anwendungen, die nur in 5-er Zweigen drin sind. Und es gibt bestimmt
> > noch LTS-Distros, die 5-er Versionen längere Zeit unterstützen
> > (werden). Wenn dies so ist, ist eine Nichtübersetzung von engl.
> > Originalen keine Option m. M. n.
> >
> > Liebe Grüße
> >
> > Alexander
>
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