Re: (Nicht-)Übersetzung von Zeichenketten aus stable5 und trunk5
Oliver Schramm
oliver.schramm97 at gmail.com
Thu Jan 15 00:51:41 GMT 2026
Es gibt noch einzelne Anwendungen, die nur in trunk5 liegen – auch die
Websites und die Dokumentation liegen ja nur dort vor. Aber die letzten
Projekte werden nun nach und nach auf Qt6 portiert werden müssen, da Qt5
jetzt seit Mai wirklich EoL ist. Krita z.B. macht aber ganz gute
Fortschritte bei ihrem Qt6-Port.
Aber es existieren auch noch Projekte mit beiden Zweigen.. spontan habe
ich eben kded, krunner, kwallet und kio gesehen. Ich glaube nicht, dass
es erforderlich ist, Projekte, die in beiden Zweigen vorliegen, auch für
beide Zweige zu übersetzen. Ich weiß nicht, ob das beim „summit“ und
„klash“ Prozess helfen würde? Oder muss dafür der gesamte trunk5 Zweig
aufgelöst und alle verbleibenden Projekte nach trunk6 geschoben werden?
Fakt ist, dass keine Patches für den 5er Zweig mehr übernommen werden.
Als ich letztens einen trivialen Patch einreichen wollte, falls man sich
irgendwann nochmal entscheiden sollte, einen allerletzten Frameworks
5.117-Release zu machen, wurde das einfach nicht beachtet. Das Interesse
ist also sichtlich nicht vorhanden. Die verbleibenden Flatpaks, die noch
mit KDE 5-Runtime laufen, sind auch alle noch auf der gleichen Basis wie
vor einem oder zwei Jahren und sehen keine neuen Veröffentlichungen –
nur Qt 5.15 LTS und die Freedesktops Runtime werden darin einmal im Jahr
(!) aktualisiert. Beides aber externe Komponenten.
LTS-Distros, die noch Plasma 5 haben, sollten wir nicht beachten. Wenn
diese Distros Patches ausliefern müssen, dann machen sie die Patches
selbst und werden sich nicht regelmäßig die Übersetzungs-Updates aus
unseren Git-Repos ziehen. Das trifft wohlgemerkt aber auch auf jede
Distro zu, die eine alte Plasma-Version ausliefert – auch Debian 13!
(Plasma 6.3.6 bleibt da nun für zwei Jahre)
Zuletzt will ich noch sagen: Wir bekommen kein Geld. LTS ist eine krasse
Serviceleistung, die insbesondere Unternehmen zu Gute kommt. Wenn die
bessere Übersetzungen in ihrer 5er-Version haben wollen, sollten sie
diese Arbeit auch bezahlen. Die Enduser, die eine LTS-Version nutzen,
tun das ansonsten im vollen Bewusstsein, dass sie nur noch
Sicherheitsupdates erhalten und keine Usability-Bugs oder
Übersetzungsfehler behoben werden. Daher möchte ich meine knappe Zeit
auf die Version werfen, die 99,99 % der User zu Gesicht bekommen werden:
die aktuelle Plasma-Version.
Also sofern es bereits eine Arbeits- und Workflow-Erleichterung
darstellt, wenn die Projekte, die in beiden Zweigen auftauchen, nicht
mehr beachtet werden müssen, wäre das definitiv ’ne gute Sache!
Liebe Grüße
Oliver
Am 14.01.26 um 20:44 schrieb Alexander Becker:
> Guten Abend, liebes deutsches KDE-Übersetzungsteam!
>
> In einer Einreichung zum Korrekturlesen gab es einen Einwurf, dass man
> die englischen Originale aus `stable5` (und folgerichtig auch aus
> `trunk5`) nicht zu übersetzen braucht, siehe
> https://phabricator.kde.org/D30781?id=85740#inline-182921
>
> Hier ist ein Analyseversuch und meine Meinung dazu:
>
> a) Würde es stimmen, dann bräuchte man kein `summit` mehr, man könnte
> direkt beide verbleibende Zweige `stable6` und `trunk6` für die
> Übersetzungen verwenden, Lokalize unterstützt bis zu 2 Zweige! So
> würde man nicht nur `summit` einstampfen, sondern auch `klash`, da
> kompletter PO-Summit-Ablauf nicht mehr benötigt wird. So hat man dann
> auch in der Lokalize-Übersetzungsdatenbank keine (evtl. falsche)
> Übersetzungen aus `stable5` und `trunk5`. Also viele Vorteile ;-)
>
> b) Ich denke jedoch, dass es so nicht stimmt. Es gibt bestimmt noch
> Anwendungen, die nur in 5-er Zweigen drin sind. Und es gibt bestimmt
> noch LTS-Distros, die 5-er Versionen längere Zeit unterstützen
> (werden). Wenn dies so ist, ist eine Nichtübersetzung von engl.
> Originalen keine Option m. M. n.
>
> Liebe Grüße
>
> Alexander
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