Vorstellung

Alexander Becker alex-at-kde-l10n-de at freenet.de
Fri Dec 12 16:39:30 GMT 2025


Guten Abend, liebes deutsches KDE-Übersetzungsteam!

nachdem Oliver und Philipp sich vorgestellt haben, mache ich dies auch:

Ich bin Alexander, bin fast doppelt so alt wie Oliver, bin in 
Süd-Deutschland daheim. Hier bin ich gelandet, weil ich, wie viele von 
uns, was zurückgeben möchte und weil es mir Spaß macht!

Das war die Kurzversion, nun folgt die längere mit Hintergrundinfos 
(wohlwissend, dass hier die ganze Welt mitlesen kann ;-)).

UNIX habe ich während meines Studiums im Computerraum kennengelernt, 
habe mir damals auch einen Laptop für die Diplomarbeit zugelegt und 
verschiedene Linux-Distributionen darauf ausprobiert (RedHat, SuSE, …). 
Damals war die Hardware-Unterstützung von Linux noch nicht so 
„ausgereift“ wie heute, sodass man noch viel basteln musste ;-) Danach 
leistete mir sowohl im Arbeitsleben als auch im Privaten das bekannte 
Betriebssystem gute Dienste ;-) Irgendwann durfte ich auch MacBook Pro 
verwenden, damals habe ich mich wieder an UNIX-/Linux-Zeiten erinnern 
können, denn Linux-Unterbau von MacOS war nicht zu leugnen. Nach ca. 12 
Jahren hat MacBook seinen Geist aufgegeben. Ab da musste ich mich mit 
dem schwachbrüstigen Laptop herumschlagen. Durch Optimieren des 
bekannten Betriebssystems (Deaktivieren von Telemetrie und sonstigen 
unnötigen Diensten) lief es einigermaßen gut. Suche nach Flaschenhälsen 
und Umrüsten (mehr RAM und SSD statt HDD) bewirkte Wunder ;-)

Dann kam EndOf10 → was nun? Da es irgendwann im Dezember letzten Jahres 
war und bereits viele anderen bekannten Verwerfungen zu Tage kamen, habe 
ich mich bereits damit beschäftigt, wie ich Altlasten loswerden kann. 
Meine Altlasten waren:

- bestimmte Suchmaschine verwenden, weil sie mächtig ist und vieles weiß 
und zu ignorieren, dass sie auch alles über mich weiß
- E-Mail-Anbieter nutzen und Werbung akzeptieren, weil es „gratis“ ist
- zu denken, dass alles nichts kosten darf (denn es gibt für alles 
„gratis“-Apps usw.)
- Betriebssystem verwenden, weil es bereits beim Kauf drauf war (Laptop)

Also zahle ich seitdem meinem E-Mail-Anbieter monatlich Geld und bekomme 
keine Werbung. Ich benutze eine europäische Suchmaschine, die zwar 
teilweise auch die Suchergebnisse anderer großen Suchmaschinen nutzt, 
jedoch meine Daten nicht preisgibt (zumind. wirbt sie so ;-))
Den Anwendungen, die „gratis“ und Free Open Source sind und die ich 
nicht mehr missen möchte, spende ich jährlich eine Summe, die ich mir 
leisten kann und für angebracht halte.
Bei leo.org habe ich mir einen zahlungspflichtigen „LeoPur“-Zugang 
angelegt. Leo GmbH kämpft aktuell leider ums Überleben, und Spenden sind 
dort höchst willkommen.
Bzgl. Betriebssystem (sowohl für PC als auch für Smartphone): Keine 
Frage – die haben revolutionäres geleistet. Unter anderem sind die auch 
deswegen groß geworden. Das sie so geworden sind – wie die sind, sind 
beide Seiten verantwortlich m. M. n. Denn die wollen weiter wachsen bzw. 
den Markt für sich behalten → der Kunde muss noch stärker an sich 
gebunden werden → man wird zu „alles inklusive“-Betriebssystem. Und wenn 
der Kunde nicht zahlen möchte (2. Problem) – auch kein Problem → Seine 
Daten sind Gold wert!

Nun zum Laptop: Die Hardware ist zwar 10 Jahre alt, läuft jedoch wie 'ne 
Uhr. Probiere ich mal Linux darauf, dachte ich. Zunächst von einem 
Life-USB-Stick. Läuft gut, sieht gut aus, ist eine deutsche Distribution 
(auf Ubuntu-Basis). Die Programme sind relativ gut lokalisiert. Also 
habe ich mich getraut, Linux im Dual-Boot-Modus zu installieren. Ging 
relativ gut und schnell. Hier und da gab's Probleme, die ich dann 
analysiert habe und versuchte, zu beheben. Fand Abhilfen, habe in Foren 
beschrieben und auch Fehlerreports erstellt. → Hier ist der große 
Unterschied zu etablierten Betriebssystemen: Plus: Man findet Fehler, 
aber man kann auch mithelfen, diese zu beseitigen. Minus: Dies ist nicht 
für jede(n).
Unter anderem habe ich feststellen müssen, dass hier und da deutsche 
Übersetzungen fehlen. Die erste Idee war, dies zu melden. Aber Tüftler 
in mir sagte: Schau nach, wie dies funktioniert. Gesagt – Getan: Auf 
invent.kde.org *.po-Dateien gefunden, reingeschaut → die Übersetzung ist 
drin!? → dies war meine erste Begegnung mit „fuzzy“ ;-) Dann bin ich auf 
die deutsche KDE-Übersetzungsteam-Seite gestoßen. Die Infos dort haben 
mich weiter gebracht. So konnte ich für mich lokal eine perfekt 
übersetzte Anwendung sehen ;-) Ich finde den Satz jetzt nicht auf die 
Schnelle, aber ein Satz auf der Team-Seite hat mich dazu gebracht, meine 
Übersetzung einzureichen ;-) Der Satz war (frei aus dem Kopf) so in 
etwa: Wenn du was übersetzt hast, freust du dich. Wenn du dies 
eingereicht hast – haben viele was davon!

Und warum ich so viel Zeit in diese Arbeit hier investieren kann: 
Allgemeinzustand auf der Welt und im Land sind bedrückend und egal wohin 
man schaut, überall wird geklagt und gemeckert. Gefühlt nichts 
funktioniert und geht den Bach runter. Da möchte ich nicht mitmachen, 
denn es zieht mich auch runter. Hier merke ich jedoch, dass man doch was 
bewirken kann und dass es sichtbare und lesbare positive Ergebnisse 
dabei entstehen ;-)

Zu den Matrix-Kanälen: Echtzeitkommunikation hat ihre Vorteile, aber 
auch Nachteile. Dieser Text würde dort wahrscheinlich alles sprengen ;-)
Hier kann er entweder gelesen oder ignoriert werden. Und E-Mails lesen 
muss man auch nicht sofort, man kann sie als ungelesen lassen und nach 
einer Zeit doch dann lesen. Und ja, wie Philipp schrieb, wenn man sich 
trifft, kann man auch (Echtzeit-)Matrix nutzen. Oder auch einfach 
oldschool: anrufen ;-)

In diesem Sinne: Liebe Grüße!

Alexander




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